What the Heck - Schädlingen an Kirschlorbeer, Hainbuche & Co.

Hecken entpuppen sich oft als echte Multitalente in unseren Gärten. Sie grenzen nicht nur Grundstücke nach außen hin ab, sondern bilden zugleich einen wirksamen Blick- und Schallschutz vor allzu neugierigen Nachbarn.

Die geliebte Hecke

Hecken übernehmen ganz nebenbei auch wichtige ökologische Funktionen, indem sie Rückzugsräume für Tier- und Pflanzenarten darstellen, die vielen Gärten ansonsten nicht gegeben wären. Kirschlorbeer, Hainbuche und die besonders blickdichte Photinia sind bei uns weit verbreitet – nur was tun, wenn Ihre Lieblingshecke erkrankt?

Echter Mehltau auf der Blattunterseite

Der immergrüne Kirschlorbeer zählt zu den beliebtesten Heckenpflanzen: Er wächst schnell, ist robust, lässt sich problemlos zurückschneiden und verträgt winterlichen Frost ebenso wie sommerliche Trockenheit. Seit einigen Jahren wird der beliebte Kirschlorbeer allerdings immer anfälliger für den Echten Mehltau, der sich auf der Blattunterseite und nicht, wie sonst üblich, auf der Blattoberseite ansiedelt. Das führt häufig zu falschen Diagnosen und somit zu Fehlbehandlungen mit vermeidbaren Konsequenzen. Deshalb sollten Sie genau hinsehen, wenn sie auffällige Schäden an den jüngsten Blättern Ihrer Kirschlorbeerhecke entdecken.

Echter vs. Falscher Mehltau

  • Ein weißlicher Belag auf der Blattunterseite und ein Einrollen der Blätter sind eindeutige Anzeichen für den Echten Mehltau.
  • Ganz anders das Bild beim Falschen Mehltau: Hier sind auf der Blattoberseite sichtbare Verfärbungen von Gelb bis Braun zu beobachten.

In jedem Fall ist bei einem Befall mit diesen typischen Heckenkrankheiten schnelles Handeln gefragt – vom großflächigen Rückschneiden der betroffenen Bereiche bis hin zum Einsatz geeigneter Fungizide.

Bei Fraßschäden schnell handeln

Neben Pilzinfektionen leiden Hecken häufig auch unter Fraßschäden. Der Kleine Frostspanner hat eine besondere Vorliebe für Buchen- und Hainbuchenhecken und frisst  sich an den zarten Blättern gerne satt.

Die Raupen des Kleinschmetterlings lassen sich häufig deutlich erkennen. Sobald im späten Herbst die ersten Nachtfröste auftreten, schlüpfen die Insekten aus ihren Bodenverstecken und die Weibchen legen ihre Eier an den jungen Trieben ab. Im kommenden Frühjahr schlüpfen die Larven aus den Eiern – die ersten Fraßschäden sind dann nur noch eine Frage der Zeit. Um dauerhafte oder sogar irreparable Schäden an Hecken zu vermeiden, empfiehlt sich bei einem sichtbaren Befall von Schadinsekten der gezielte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Zu den häufigsten Schädlingen zählt der Kleine Frostspanner, der eine besondere Vorliebe für Buchen- und Hainbuchenhecken aufweist und sich an den zarten Blättern gerne sattfrisst.