Maulwurf

Maulwürfe gehören zu den nützlichen Tierarten und sind gesetzlich geschützt. Sie dürfen lediglich vertrieben, aber nicht getötet werden. Problematisch sind die Hügel auf den Rasenflächen und die als Stolperfallen wirkenden Bau- und Gangsysteme. Erfahren Sie mehr über Maulwurf

Schützen

More about Maulwurf

 

Maulwürfe (Talpa europaea)

Infobox

  • Stehen seit 1988 unter Naturschutz
  • Das Töten von Maulwürfen steht nach dem Bundesartenschutzgesetz unter hohen Strafen!
  • Sind Nützlinge, die sich nur von lebendigen Tieren ernähren, unter anderem von Schnecken und Engerlingen
  • Richten keine Schäden an Pflanzen an

 

  • Gänge
  1. Breitoval bis rund (5-6 cm breit und 4-5 cm hoch)
  2. Mehr als 100 m sind möglich
  3. Pflanzenwurzeln wachsen in die Gänge hinein
  4. Viele Seitengänge, sehr verzweigt
  5. Keine Pflanzenreste in der Nähe der Gangöffnungen

Idealer Test, ob es sich um einen Erdhaufen von einer Wühlmaus oder einem Maulwurf handelt: geöffnete Gänge werden erst deutlich später oder gar nicht wieder verschlossen

 

  • Erdhaufen
  1. Gang befindet sich mittig unter dem Haufen
  2. Ohne Pflanzenresten
  3. Feinkrümlige Erde
  4. Auffällig groß und rundlich
  • Schaden durch Maulwürfe

Die sich räuberisch ernährenden Maulwürfe gehören zu den nützlichen Tierarten und sind gesetzlich geschützt. Sie dürfen lediglich vertrieben, aber nicht getötet werden. Problematisch sind die Hügel auf den Rasenflächen und die als Stolperfallen wirkenden Bau- und Gangsysteme.

  • Biologie des Maulwurfs

Im Gegensatz zu den Wühlmäusen ist der Maulwurf ein reiner Fleischfresser, der sich von Würmern, Insekten und auch Mäusen ernährt. Kennzeichnend sind das weiche, schwarze Fell und die großen Grabhände. Maulwürfe sind nicht blind, orientieren sich aber vorzugsweise mit anderen Sinnesorganen. Die dicht unter der Oberfläche liegenden Gänge haben einen breitovalen Querschnitt. Beim Hochdrücken der Erde entstehen die charakteristischen Hügel. Nach der Paarung im Frühjahr werden gut gepolsterte Mutterbaue angelegt, in denen nach einer Tragzeit von 28 Tagen die Weibchen ihre bis zu sieben Jungtiere zur Welt bringen.